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Autovermietung


Statt Neuwagen kaufen: Auto mieten

Gut versicherte Autofahrer können beruhigt auch längere Reisen mit dem Auto planen, denn sollte das eigene Fahrzeug in einen Unfall verwickelt werden oder mit einer Panne ausfallen, übernimmt die Versicherung die anfallenden Kosten für einen Mietwagen von einer Autovermietung und den Transport des eigenen Fahrzeugs in eine Werkstatt. Wer also häufiger längere Strecken mit dem Auto unterwegs ist, sollte sich beim Versicherer erkundigen, ob sich auf Versicherungskosten ein Auto mieten ließe und welche konkreten Umstände zur Kostenübernahme durch die Versicherung führen.

Autofahrer, die bisher eher selten einen Neuwagen fahren konnten und daher auf Errungenschaften der Moderne wie Fahrassistenten, Boardcomputer oder Routenplaner bisher verzichten mussten, können sich bei einer Autovermietung für etwa ein Wochenende ein Auto mieten und durchaus berechtigte Hoffnungen auf ein Neufahrzeug hegen. Besonders die großen und international tätigen Autovermietungen erneuern regelmäßig ihren Fuhrpark, so kommen aktuelle Neufahrzeuge in den Pool und können als Mietwagen abgerufen werden. Unerfahrene Fahrer mit wenig Fahrpraxis sollten berücksichtigen, dass ein praktisch fabrikneues Mietfahrzeug mit einem Kilometerstand im zwei- oder höchstens unteren dreistelligen Bereich nur selten vollkommen frei von fahrtechnischen Unebenheiten ist und daher gezielt „eingefahren“ werden muss. Wer damit keine Erfahrung hat, sollte das direkt bei der Schlüsselübergabe der Autovermietung mitteilen und um ein Fahrzeug mit größerer Gesamtlaufleistung bitten. Nicht immer lässt sich dieser Wunsch erfüllen, dennoch lohnt sich die Frage.

Auch erfahrene Autofahrer sollten nicht unterschätzen, dass bei einem Mietwagen vertraute Handgriffe neu geübt werden müssen. Wer privat eine andere Fahrzeugklasse fährt oder generell keine Erfahrung mit Hersteller oder Modell hat, sollte sich vor der ersten Fahrt mit den spezifischen Funktionen, Anzeigen und Hebeln an Armaturenbrett und Lenkrad vertraut machen. Dazu zählen auch Vitalfunktionen wie Handbremse, Rückwärtsgang oder Beleuchtung, sie sollten im stehenden Fahrzeug gesucht, gefunden und ausprobiert werden. Auch der Routenplaner wird besser nicht erst während der Fahrt, sondern vor Fahrtbeginn programmiert und eingestellt, alternativ kann auch ein technisch versierter Beifahrer die Zielprogrammierung im Navi vornehmen. Erst wenn der Fahrer sich ausreichend mit allen Besonderheiten vertraut gemacht hat, geht es an die fahrtechnischen Eigenheiten des Leihwagens wie Beschleunigung oder Bremskraft. Da viele Assistenten erst bei laufendem Motor oder bei Fahrt einschalten, kann das je nach technischer Ausstattung und der Nachlässigkeit des Vormieters in einer bösen Überraschung enden. Um die von vorneherein zu verhindern, muss vor Betätigung des Anlassers die Stellung des Lautstärkereglers geprüft und wenn nötig korrigiert werden. Andernfalls kann es passieren, dass sich mit Starten des Motors das Radio oder die Stimme des Routenplaners meldet, und das möglicherweise sehr laut und durchdringend.

Viele Fahrer möchten bei einer Autovermietung noch aus einem anderen Grund kein vollkommen neues Auto mieten: Sämtliche Gebrauchsspuren im und am Fahrzeug werden bei einem Neufahrzeug dem Fahrer angelastet und in Rechnung gestellt. Daher kann es günstiger sein, eine Vollkaskoversicherung abzuschließen, besonders bei widrigen Witterungsbedingungen und längeren Fahrten. Zwar bleibt auch hier in der Regel ein Eigenanteil, doch angesichts der Kosten, die bereits für einen kleinen Lackschaden an Fahrer- oder Beifahrertür entstehen können, sind der Eigenanteil ebenso wie die zusätzliche Versicherungsprovision leichter zu verschmerzen. Wer den Mietwagen als Ersatz für seine verunfalltes oder mit Panne liegengebliebenes Kfz von seiner Versicherung gestellt bekommt, ist natürlich in einer besseren Position, dennoch sollte das Mietfahrzeug pfleglich behandelt und gefahren werden. Denn für Autovermietungen gehört es zum täglichen Geschäft, zurückgegebene Fahrzeuge auf Schäden zu überprüfen, Schadensberichte zu schreiben und – wenn möglich – Mieter in die Haftung zu nehmen. Die Rückgabe des Leihwagens muss daher möglichst von einem Mitarbeiter des Autovermieters quittiert werden, verbunden mit einem negativen Schadensprotokoll, von dem der Mieter eine Durchschrift für die eigenen Unterlagen erhält, um sich damit gegen spätere Forderungen zu schützen.



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